Hallo und Herzlich Willkommen auf meinem neuen Blog.
Dieser erste Post soll nur der Anfang einer Reihe sein, in dem ich euch einen Einblick in meine fotografischen Tätigkeiten geben möchte. Heute geht es um die Suche nach meiner „perfekten Website“. Es würde mich freuen, wenn ihr auch eure Erfahrungen unter diesem Beitrag mit mir teilt.
Aber als Erstes noch Einiges über mich selbst.
Seit nunmehr über 4 Jahren fotografiere ich leidenschaftlich Landschaften in meiner Heimat (Österreich), in Europa und auch Austalien. Von anfänglichen Versuchen den Unterschied zwischen kurzen und langen Belichtungszeiten anhand eines laufenden Wasserhahns festzustellen, bin ich meilenweit entfernt. Seit mir ein Freund eine Canon 300D geliehen hat, brenne ich dafür mich in meiner Freizeit mit der Fotografie zu beschäftigen.
In den folgenden Jahren habe ich mittels Youtube, Online Trainings, einer Fotomesse, Workshops, Fotoreisen mit professionellen Fotografen mein Wissen stetig versucht auf die nächste Ebene zu heben.
Anfangs war ich noch sehr fokussiert auf das richtige Kameramodell 😉 und auf das beste System zu setzten. Stunden über Stunden verbrachte ich Kamera Reviews zu lesen, Unterschiede in den einzelnen Systemen zu erkennen und denjenigen zu „lauschen“ die das perfekte System für sich gefunden haben. Ich habe versucht deren Beweggründe zu analysieren und so mein Setup zu finden.
Sehr oft habe ich mir Vergleiche zwischen Vollformat, APS-C und Mittelformat angesehen. Vielleicht schon etwas zu oft. Mit der Zeit habe ich mich dann immer mehr mit dem Bild und weniger mit den technischen Einzelheiten auseinandergesetzt. Aber dazu ein anderes Mal mehr.
Meine erste Website
Ich habe im Internet nach einer Plattform gesucht mit der man schnell und unabhängig von großen Anbietern seine Website selbst zusammenbauen kann. Zeit spielte damals weniger eine Rolle, da ich schon immer ein ausgeprägtes Interesse daran hatte an Computern zu tüfteln und mit Software herumzuspielen. Ich wollte mir deswegen nichts von der „Stange“ nehmen. Jedoch sollte es etwas sein wo man ohne Programmierkenntnisse auskommt. Zu guter Letzt wollte ich keine langfristige Bindung und auch keine 15-20 Euro im Monat dafür ausgeben. Ganz wichtig war es aber eine optisch ansprechende Homepage zu bauen.
Meine Entscheidung fiel auf WordPress
Um professionell auftreten zu können, sicherte ich mir damals die Domain michael-trunk.at. Ich probierte viele Templates, experimentiere mit kostenpflichtigen Addons, Website Blöcke waren zu dieser Zeit besonders hoch im Kurs und ich versuchte damit eine optisch ansprechende Seite aufzubauen. Den Webspace habe ich bei einem österreichischen Anbieter selbst gehostet (3-4 Euro p.M.) und WordPress als Software ist ohnehin kostenlos. Es machte mir unheimlich Spass damit zu experimentieren und so investierte ich viele Wochen in dieses Projekt.
Leider endete das Experiment, schneller als gedacht. Ich verlor mich in unzähligen Details, Templates, Beiträge, Website Blöcke, Updates, Plugins usw. es waren unzählige Möglichkeiten, es war mir einfach zu komplex. Durch das Installieren und Updaten von Zusatzprogrammen funktionierte vieles einmal mehr und einmal weniger. Ich kam einfach nicht vom Fleck.
Frustriert über die scheinbar unmögliche Aufgabe, jedoch an Erfahrung reicher, suchte ich nach einer Lösung. Diese sollte mir sowohl Freiheit aber auch einen möglichst umfangreichen Baukasten zur Hand geben, wo ein Stein auf den anderen passt.
Irgendwann entdeckte ich auf Youtube einen sehr inspirierenden und durch seine ruhige Art auch einen sehr gelassenen britschen Fotografen namens Nigel Danson. Er und auch andere englischsprachige Youtuber warben in ihren Videos immer wieder mit einem Anbieter namens „Squarespace“. Squarespace bietet All-in-One Lösungen vom Hosting über wunderschöne Templates und auch zahlreiche Erweiterungen und Individualisierungen an. Das Versprechen klang wunderbar, genau das was ich gesucht habe.
Meine zweite Website – Squarespace
Squarespace bietet jedem eine Testmöglichkeit von 14 Tagen an. In dieser Zeit kann man so viel herumexperimentieren wie man will, hat aber auch nicht vollen Einblick in alle Einstellungen und somit über den gesamten Funktionsumfang. Auf jeden Fall war ich hin und weg von den Templates und der Möglichkeit Elemente per Drag and Drop ohne technischen Hintergrund auf der Website zu platzieren. Es hat mir sehr gefallen und so habe ich mich für ein mittleres Paket (Business) mit Kosten von 20 Euro im Monat und einem Jahr Bindung entschieden. Wenn viele englischsprachige Youtuber so zufrieden waren, sollte ich doch auch zufrieden werden. Innerhalb einiger Zeit baute ich eine einigermaßen schöne Website auf. Doch irgendwie sollte es doch nicht das Gelbe vom Ei sein. Doch warum? So perfekt, so schön die Website, was passt da nicht !?!
Der Teufel steckte im Detail
Squarespace ist aus meiner Sicht einfach nicht für den deutschsprachigen Raum konzipiert. Das liegt daran, dass deren Sitz in den USA ist und somit auch viele Kooperationen mit Drittfirmen innerhalb der USA zustande kommen.Ein Beispiel wäre ein Druckdienstleister, der die Lagerung deiner Produkte und den Versand zum Endkunden übernehmen würde. Oder auch Stripe ein Zahlungsanbieter aus den USA. Des Weiteren wird für jede Kleinigkeit zusätzlich Geld verlangt, z.B. E-Mail Kampagnen. Um auf deine Domain-Mailadresse zuzugreifen, wird auch noch ein kostenpflichtiges G-Suite Abo benötigt.
Klar, andere im deutsprachigem Raum versuchen das auch, jedoch vielen mir dort zu viele kostenpflichtige Optionen auf. Das stand in keinem Gleichgewicht mit der Leistung die ich wollte.
Im Mai 2020 lief mein Vertrag mit ihnen aus und so begann ich neuerlich die Suche nach einem passenden Anbieter. Er sollte lokal ansässig sein, die Kosten sollten überschaubar, schönes einfaches Layout der Website sollte möglich sein. Die vielen Bilder die in dieser Zeit entstanden sind sollten einfach gut auf der Website aussehen.
Meine dritte Website – Jimdo
Jimdo hatte diesen optisch ansprechenden Dolphin Baukasten, der mir auf Anhieb sofort zusagte. So clean war das Layout, so einfach war die Gestaltung. Ich dachte mir sofort, das ist es, ich habe den perfekten Website Anbieter gefunden.
Kurz gesagt, weit gefehlt. Der Domain Transfer von Squarespace dauerte fast 14 Tage, was sehr ärgerlich war. Blöderweise viel mir das Fehlen einer Blogfunktion erst sehr spät nach dem Kauf auf.
Kurz zur Erklärung: Jimdo selbst hat 2 Baukastensysteme. Eines war optisch sehr ansprechend für mich (Dolphin), deshalb habe ich mich dafür entschieden. Es ist eine reine Portfolio Website möglich, wo jedoch auch sehr einfach der Verkauf von Produkten abgewickelt werden kann.
Zuerst hatte ich die Idee mir auf einer anderen Seite nur einen Blog zu eröffnen. Jedoch bin ich schnell wieder davon abgekommen, da das zu viel Aufwand war. Vor allem konnte ich es mir nicht erklären, wie man die Leute von A nach B bringt :-(. Da ich hier nur minimal investiert habe, habe ich den Schaden in Kauf genommen.
Meine 3,5 Website – GoDaddy.com ( Nur Test – kein Kauf )
Über einen Websiten Vergleichsanbieter bin ich auf GoDaddy gestossen. Ich habe innerhalb von wenigen Stunden eine ansprechende Website gestaltet, alles per Drag and Drop, einfach klasse. Natürlich hat dieser Baukasten auch seine Schwäche, jedoch ist er deutlich umfangreicher als der von Jimdo. Umfangreicher ist er in Bereichen wie Social Media, Blog, E-Mail Marketing uvm. Das Besondere ist das man seine Website komplett designen kann und alle Funktionen testen kann, bevor man kauft. Der einzige Nachteil ist, dass man für E-Mail Konten zusätzlich ein Microsoft Abo abschließen muss.
Also wer eine ansprechende Seite innerhalb von 1-2 Stunden bauen möchte und viel Funktionen haben will, der sollte GoDaddy.com einfach mal eine Chance geben.
Nach zahlreichen Versuchen mit weiteren Anbietern wie Wix.com & GoDaddy.com bin ich auch hier zum Schluss gekommen, dass die Nachteile sich dort einzukaufen überwiegen.
Meine 4te Website – WordPress – Theme Uncode
Es wurde Zeit zurückzukehren. Es musste doch einen Grund geben warum 37% aller Websites mit WordPress betrieben werden. Ich wollte einfach mehr, mehr Vielfalt, mehr Indivualisierungen, mehr Freiheit. Vier Tage habe ich mir etwas mehr als 5 Stunden Zeit genommen um die Website, das Layout, den Newsletter und auch den Blog aufzubauen. Am Anfang habe ich noch geschwankt ob es die Mühe wert sein wird.
Die Website wurde wieder bei easyname.at gehostet. Um unabhängig anfangen zu können, hab ich mir die Domain michaeltrunk.photography gesichert. Nach umfangreicher Recherche bin ich auf ein Theme gestoßen, dass es mir viel einfacher macht eine professionell aussehende Website zu bauen.
War der Aufwand es wert?
Definitiv JA. Meine Erfahrungen von vor 2 Jahren haben mir einen leichteren Einstieg als gedacht ermöglicht. Ein weiterer Vorteil war das Uncode Theme, welches mit einem sehr guten Editor ausgestattet ist und unendlich viele Optionen sehr einfach zugänglich macht. (gutes Englisch vorausgesetzt)
Es fühlt sich so an, als wäre die Suche endlich beendet. Jetzt geht es noch ans Optimieren und daran die Website schneller zu machen.
Zu guter Letzt, würde es mich interessieren, wie ihr diesen Beitrag fandet? Ist es euch vielleicht auch so ergangen oder hattet ihr auf Anhieb die passende Lösung gefunden?
Schreibt es mir in die Kommentare, würde mich freuen von euch zu lesen.

Michael
Mein Name ist Michael Trunk und ich bin ein ehrgeiziger, leidenschaftlicher Landschaftsfotograf. Ich genieße es, mich und meine Ausrüstung an ihre Grenzen zu bringen und das beste Licht auf meiner Speicherkarte einzufangen. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass ohne eine ausreichende Aussage kein Bild wirklich herausragend sein kann. Es ist die Leidenschaft, die mich spät morgens oder abends antreibt, gute Bilder zu machen.